Detlev Wabner || Gitarre

detlevHallo Leute,

jetzt wird es Zeit, dass ihr mal über mich etwas lest!

Ich möchte nicht viel Persönliches hier aufschreiben. Wer dazu was wissen möchte, kann mich auf jedem Konzert gern darauf ansprechen! (ob ich was erzähle, hängt von der Frage ab)

Weiter unten werde ich mal versuchen, die Entstehung von Hörgerät etwas zu erläutern!

Meine musikalische Karriere begann irgendwann in den späten 70´ ern, als mein älterer Bruder eine Akustik-Gitarre geschenkt bekam. Immer wenn er nicht da war, habe ich sie mir „gestrippt“! Richtig losgegangen ist es dann 1982 mit der Band „Jacamis“. Wir machten damals eigene Stücke im typischen 80er Sound in Richtung Pop/Rock. Meine musikalischen Einflüsse kamen hauptsächlich von Genesis (die alten), und allem, was damals (übrigens heute auch wieder) im Radio rauf und runter lief.

Für unsere „Mukker“: Ich habe sogar mal eine ganze Zeit nur Jazz und Soul gehört, bis zu dem ganz kranken Free-Jazz. Zum Glück habe ich aus dieser Zeit keinen Schaden behalten!

Ich bin heute noch ein großer Prog-Rock Fan, höre mir aber je nach Stimmung alles Mögliche an. Das geht von Heavy Metal bis Funk. Wir Mukker (jedoch nicht alle) haben eben einen breiten Musikgeschmack, “weisse” Bescheid Schätzelein. Ich habe nie ein spezielles Gitarristenvorbild gehabt, weil man irgendwann seinen eigenen Stil hat. Das finde ich im Bandkonsens wichtiger, als zu versuchen, irgendeinen Supershredder nachzuahmen. Von allem etwas, vielleicht auch etwas mehr, das ist meine Devise.

„Jacamis“ hatte bis zu unserer Auflösung 1986 einen ähnlichen Erfolg, wie Hörgerät heute hat, und ich hätte niemals gedacht, dass ich das noch mal erleben darf, nur mit dem Vorteil, dass wir uns nicht im aufsteigenden Erfolg auflösen, wie es bei „Jacamis“ war (wir sind halt eben alle älter und reifer geworden, und regen uns nicht mehr über alle Kleinigkeiten auf). Wir nahmen damals eine Schallplatte auf (noch vollkommen analog und mit Bearbeitungsschritten, die es heute gar nicht mehr gibt), und ein Plattenvertrag winkte auch schon, wobei der damals einen ganz anderen Stellenwert hatte als heute. Die Scheibe ist zwar nicht mehr käuflich zu erwerben, aber man „könnte wenn man wollte“! Ich habe Sie digitalisiert, neu gemastert (für Laien: abgemischt) und auf einen Silberling geschaufelt.

Bis Mitte der 90er war es musikmäßig eine „Saure-Gurken-Zeit“. Ich habe immer mal wieder mit unserem damaligen Keyboarder Rainer Mohra ein paar eigene Produktionen gemacht.

Irgendwann fing ich dann doch mal mit dem Covern an (hey, das wäre doch eine geile Textzeile). Die erste Band hieß „Pentagon“. Danach kam „Juke Box“ und die bestand bis 1999.

Dann folgte eine Liaison mit der Freudenberger Musikschule. Wir führten „Tabaluga“ auf. Es war eine sehr schöne Zeit und wir waren eine riesengroße Familie. Jede Aufführung war was Besonderes. 40 schauspielernde und singende Kinder und fast genauso viel Erwachsene hinter und neben der Bühne. Und drei Musiker die die ganze Sache begleiteten (Rainer Mohra Keys und mehr, Mark Adam Drums und ich den Rest)! 2002 war dann leider das Ende dieses Projektes.

Jetzt kommt´s:

Zur „Tabaluga-Zeit“ wurschtelte ich schon immer in der einen oder anderen musikalischen Konstellation herum. Unter anderem war da die Anfrage von Martin Braun (damals Bruch), eine Hochzeit seines Kumpels zu spielen. Sie brauchten noch einen Gitarristen (was sonst). 40 Songs, 4 Wochen Zeit. Um es vorweg zu nehmen: Es war eine geile, unvergessene Party. Wir spielten dort „alles durch die Bank“. Vom Rock-Song bis zum Schlager. Und genau hier lag einer der Hauptgründe, die nachher zu Hörgerät führte: Die Songs, die am besten ankamen, waren die mit deutschen Texten. Wir verrockten dabei auch Songs von Udo Jürgens (der Song mit der Sahne oder dem Schnapszahlalter) und ähnlichen Sangesbrüdern. Eigentlich hatten wir damals die Idee, dieses Hochzeitbandprojekt weiter zu machen. Mir gefiel dabei immer der Gedanke, nur deutschsprachige Songs zu spielen. Die Band ging jedoch nach einiger Zeit wieder auseinander, nachdem auch auf einzelnen Positionen immer wieder Wechsel vollzogen wurden. Einer dieser Wechsel war auch Andys damaliger „Musikkumpel“ Stefan Krahforst auf der Bassisten-Position. Wenn ich mich richtig erinnere habe ich dann durch ihn den Andy kennengelernt (fragt mich nicht, wann das genau war, aber vielleicht kriegen wir es ja noch raus). Die beiden machten damals eigene Stücke mit deutschem Text und nannten sich „Taboo“. Wir wollten sofort die Band ins Rollen bringen, die jedoch schon beim ersten Probetermin wegen Abwesenheit einiger Musiker gar nicht gegründet wurde. Übrig blieb mein Kontakt zum Andy und die Idee, mit ganz anderen Leuten eine Band ins Leben zu rufen. Was dann geschah, hat der Flo sehr schön auf seiner persönlichen Seite mit Worten in Szene gesetzt. Das Ganze dauerte jedoch eine lange Zeit. Ausschlaggebend war jedoch auch mein erneuter Eintritt in die Band „Pentagon“, aus der ja der wesentliche Teil der Hörgerät-Musiker rekrutiert wurden (Micha, Flo und meine Wenigkeit). Dazu kam dann noch Basti Fischer am Keyboard, einem Studi-Kumpel von Flo. Wir waren uns damals einig, dass beide Bands irgendwie parallel laufen könnten. Unser erster Gig war dann auch mit Pentagon zusammen im November 2003 im Allenbacher Turnerheim. 2004 waren es dann „ein paar Gigs“, meistens in Eigenregie. Christoph kam erst später dazu, nachdem wir uns von Basti wieder getrennt hatten. Keiner wird Christophs ersten Gig im „Bier-Schwimmbad zu Quirnbach“ vergessen.

So richtig (also so richtig) los ging es dann mit dem Benefiz-Konzert in der Siegerlandhalle im Januar 2005. Naja, um alles was dann kam zu beschreiben würde den Rahmen hier wohl vollkommen sprengen. Ausserdem haben das viele von Euch ja auch “live” miterlebt!

Mein zweites musikalisches Standbein ist schon seit geraumer Zeit das Musikproduzieren. 1999 habe ich mir dazu meinen Traum eines kleinen Projektstudios verwirklicht. Das Studio ist dabei über die Jahre gewachsen und dient heute hauptsächlich den eigenen Produktionen von Hörgerät. Neben meinen sichtbaren Tätigkeiten bei Hörgerät liegt hier auch eine Menge Arbeit (A. d. R.: wenn dann mal dort gearbeitet wird ;-) ). Mit den heutigen Möglichkeiten kann man unglaublich viel bereits zu Hause produzieren. Unsere Singles sind alle hier aufgenommen worden!

So, das soll es erst mal gewesen sein. Ich hoffe, ihr seid nicht sauer, dass ich so lange nichts geschrieben habe. Alle chronologischen und sachlichen (und auch, wenn es welche gibt, die grammatikalischen) Ungereimtheiten werden natürlich zeitnah korrigiert. Daher lohnt es sich, immer mal wieder BEI MIR vorbei zu schauen.

Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß mit unserer Musik!

Bis zum nächsten Gig……

Det

Mein Equipment:

Gitarren: Siggi Braun Custom “Black Brasil Cherry”, Ibanez PL 1770, Ibanez RS 1010 Steve Lukather Modell, Fender/Squier Stratocaster JV Serie, Variax 700, R.T.G. Prestige Heritage Les Paul (mit Seymor Duncan P-Rails), Ovation OV 1769 Akustik

AMP: Fractal Audio AXE FX Ultra (Amp Modeller und Effekte), Fractal Audio Controller MFC 101 mit 2 Boss FV 500 H Pedalen, 2 Full-Range Boxen QSC K10